Laut Lichtplaner Lichtl hätte sich bisher keine Gemeinde „so intensiv mit der Technik auseinandergesetzt“ wie wir. Dabei wollten wir doch nur eine objektive Kostenabschätzung sehen und mehr nicht.

Die haben wir jetzt bekommen und siehe da: Rechnet man die Gesamtkosten über 15 Jahre zusammen (Anschaffung, Installation, Betrieb, Wartung), so bestätigt sich unsere ursprüngliche Annahme: Trotz erheblicher Kosten für die Erdarbeiten ist eine LED-Straßenbeleuchtung mit Kabel unterm Strich wirtschaftlicher als die akkugestützte Solarvariante.

Wichtiger –und für den Beschluss ausschlaggebend– ist jedoch die Tatsache, dass die Beleuchtung für das Wohngebiet W7 bereits weit vor Fertigstellung der Bebauung realisiert wird. Um also im Laufe der nächsten 7 Bau-Jahre auf Änderungen reagieren zu können, bietet die Solarlösung die Möglichkeit, unkompliziert Leuchten zu versetzen. Mit der kabelgebundenen Version wären dann weitere Erdarbeiten nötig.

Und das leuchtet argumentativ schon eher ein als die Behauptung „die Solarlösung ist innovativ – sie ist gut für die Umwelt – und billiger – und GPS-gestützt!“ (Lichtl)

So wurde am Ende eigentlich über die Frage abgestimmt: Ist uns die Flexibilität in der zukünftigen Planung das Risiko einer ökologisch fragwürdigen Experimental-Lösung wert?

Der Konsens: Ja. „Lassen wir’s halt drauf ankommen!“ (FDP)

Na gut. Machen wir das. Und weil das Argument der Wirtschaftlichkeit ja eh schon aus dem Fenster ist, legen wir vorsichtshalber auch noch ein paar Leerrohre dazu (SPD). Dann ist am Ende jeder irgendwo halb-zufrieden aber zumindest ruhig. Das kann man schon so machen…