Schlagwortarchiv für: Energiewende

Bis 2030 hat sich der Landkreis dazu verpflichtet, energetisch autark zu sein. Ein hohes Ziel. Gemeinde und Landkreis nutzen bereits alle Möglichkeiten, um an jeder Ecke noch „was rauszuholen“: Förderung für energetische Haus-Sanierungen, Energiegewinnung auf Freiflächen, PV auf Neubauten, Geothermie-Anschluss, Förderung von grüner Mobilität u.s.w. u.s.f.

Aber auch für jede(n) Einzelne(n) war es mit den aktuellen Entwicklungen auf dem Gas- und Benzin-Markt noch nie erstrebenswerter, sich auf eigene Faust energetisch unabhängig zu machen. Bei dieser Sache kann Ihnen die Gemeinde die Arbeit nicht abnehmen. Da müssen Sie auch mal aktiv werden: Wenn ihr Haus noch keine Solarzellen auf dem Dach hat, dann ändern Sie das bitte. Oder lassen Sie das ändern. Und zwar pronto. Weiterlesen

Vielleicht haben Sie schon von diesem Begriff gehört oder in den Medien darüber gelesen, aber Sie wissen nicht so recht, was das eigentlich ist – DIE KLIMANEUTRALEN? Ein unserer Meinung nach äußerst wichtiges Bündnis von lokalen Unternehmen, um mit gezielten Aktionen und Umstrukturierungen die hoch gesteckten Klimaziele schrittweise bis zum Jahr 2030 zu erreichen bzw. CO2-neutral zu werden. Um dies zu ermöglichen, hat die Energieagentur Ebersberg-München gGmbH gemeinsam mit den beiden Träger-Landkreisen Ebersberg und München das Unternehmensbündnis DIE KLIMANEUTRALEN ins Leben gerufen. 34 – 42 % der Treibhausgas-Emissionen pro Einwohner entfallen auf Gewerbe, Industrie und Verkehr. Daher ist nur gemeinsam mit den regionalen Unternehmen eine wirksame Treibhausgas-Reduktion in den Landkreisen München und Ebersberg möglich.

Die Teilnahme ist denkbar einfach:

  • Die Unternehmen werden mit einer Beitrittserklärung Mitglied des Bündnisses
  • Durch den Beitritt fällt ein Einstiegspreis und ein Jahresbeitrag an. Dies dient der Kostendeckung der Energieagentur und der Berater
  • Durch die Energieagentur erhalten die Unternehmen fachliche und organisatorische Unterstützung durch eine Vor-Ort-Begehung in den Unternehmen, durch Effizienzberatung und Aufzeigen wirksamer Handlungsmöglichkeiten
  • Damit Synergien genutzt und ein Erfahrungsaustausch stattfinden kann, werden die Bündnismitglieder miteinander vernetzt
  • Durch die Experten der Energieagentur findet eine jährliche Prüfung des Erreichten statt und eine Zusammenfassung der bisher gelungenen CO2-Einsparung
  • Nichtkompensierbare CO2-Emissionen können durch Klimaschutzprojekte in Entwicklungs- und Schwellenländern ausgeglichen werden
  • Der Beitritt ist jederzeit möglich; coronabedingt soll die Gründerversammlung im Mai 2022 stattfinden.KW 9 – Forum der Parteien – Text der Freien Wählergemeinschaft e.V.

 

Bündnislogo DIE KLIMANEUTRALEN – © Energieagentur Ebersberg-München

Bereits 14 regionale Unternehmen haben sich schon dem Bündnis angeschlossen. Wäre es nicht vorbildlich, wenn auch unsere Poinger Unternehmen aktiv Verantwortung für den Klimaschutz übernehmen und dem Bündnis beitreten würden? Gestalten Sie die Energie-Zukunft von morgen mit und informieren Sie sich unter www.die-klimaneutralen.de !

Die Energieagentur Ebersberg-München bietet zwei Termine für Online Infoveranstaltungen zu dem Unternehmensbündnis DIE KLIMANEUTRALEN an, wo Sie direkt mit den Verantwortlichen sprechen und Ihre Fragen stellen können. Die Termine sind auf der o. g. Website zu finden und man kann sich direkt über ein Kontaktformular zu den Veranstaltungen anmelden. Die Termine sind:

Mittwoch, 09.03.2022 um 15:00 Uhr und
Dienstag, 22.03.2022 um 15:00 Uhr

Des Weiteren haben zur Information auf der FWG-Homepage den Email-Flyer und die Präsentation zur Online-Veranstaltung über DIE KLIMANEUTRALEN eingestellt. Die FWG Poing e. V. ist als politische Organisation seit vielen Jahren Mitglied im Förderverein der Energieagentur Ebersberg-München und wir freuen uns, dass mit diesem Bündnis ein wichtiger Schritt in Richtung Klimaneutralität getan wird.

Im neuen Gewerbepark Parsdorf baut BMW eine Lithium-Ionen-Zellen-Fabrik für Hybrid- und Elektroantriebe.

Als das Vorhaben zum ersten Mal in den Gemeinderat getragen wurde, lagen noch keine immissionsschutzrechtlichen Stellungnahmen vor, sodass uns damals eine eingehende Behandlung nicht möglich war. Diese Unterlagen wurden uns in der letzten Bau- und Umweltausschusssitzung nun vorgelegt (sie sind auch über lra-ebe.de unter dem Suchbegriff „Lithium“ öffentlich einsehbar). Aus fachlicher Sicht seien die emittierten Schadstoffe unterhalb der „Bagatell“-Grenzwerte und das Werk gilt auch nicht als „Störfall-Betrieb“, was besonders wichtig für die Feuerwehren in der Umgebung ist. Weiterlesen

Liebe Poingerinnen und Poinger,

das Ergebnis des Bürgerentscheids zum geplanten Windpark im Ebersberger Forst vom Sonntag vorletzter Woche steht fest und wird, wenn auch das Ergebnis denkbar knapp ausgefallen, von uns als FWG Poing und sicherlich allen demokratischen Organisationen, Interessengruppierungen, Parteien und Wählergruppen akzeptiert.

So dringlich der Einfluss der fünf Windräder im Landschaftsschutzgebiet für die Energiewende im Landkreis von den Befürwortern dargestellt wurde, gilt es nun aber auch die „Strahlkraft“ des Entscheids mit der gleichen Intensität und Dringlichkeit zu messen und voranzutreiben – nicht nur bezogen auf die Windkraft, sondern auch für weitere regenerative Energieerzeugungsformen wie z.B. Photovoltaik, Biomasse und Wasserstoff. Nicht zu vergessen die damit zusammenhängenden und erforderlichen Speichermöglichkeiten wie etwa „Power to Gas“.

Aktuelle Ansätze wie die dezentrale Anordnung von Windrädern im Landkreis („In jeder Gemeinde ein Windrad“ – was natürlich vor dem Hintergrund der sog. 10-H-Regel in der Entscheidungsbefugnis der Städte und Gemeinden liegt) und die Mit-Erarbeitung eines Umsetzungskonzeptes für die regenerative Energiewende im Landkreis durch eine Arbeitsgruppe von Ehrenamtlichen klingen interessant, vernünftig und vielversprechend.

Vergessen wir aber bitte nicht: Im Schatten der langjährigen Diskussion um die Windräder im Landschaftsschutzgebiet Ebersberger Forst (und die weiterhin bestehenden Unsicherheiten, ob und wann der Windpark letztendlich überhaupt realisiert werden kann) wurden in den letzten Jahren nur geringfügige Fortschritte in der lokalen Energiewende erzielt, siehe vor allem die schlechten Zahlen im Bereich Ausbau Photovoltaik und die fehlenden Speichermöglichkeiten. Die Zeit drängt, wir brauchen dazu konkret umgesetzte Vorhaben – das ist der unvermindert dringende Auftrag an die Kreis- und Gemeindepolitik.

Manfred Vodermeier, die Vorstandschaft der FWG e.V. und die FWG-Gemeinderatsfraktion

Fehlgeleitete Diskussion um Windräder Nein beim Bürgerentscheid von der FWG Die Diskussion zum Bürgerentscheid „Windenergie im Ebersberger Forst“ geht leider vielfach am Thema vorbei und beschränkt sich gefühlt nur auf die Spaltung zwischen Windradbefürwortern und Klimarettern gegen vermeintliche Windradgegner und Klimawandelleugner. Die grundsätzliche und auch zu entscheidende Frage im Bürgerentscheid, ob für die mögliche Errichtung […]

Liebe Poingerinnen und Poinger,

in der Gemeinderatssitzung letzte Woche hat das Gremium mit sehr großer Mehrheit einer Bewerbung Poings für das Technologie-Anwenderzentrum Wasserstoff (WTAZ) auf einer Fläche südöstlich des S-Bahnhofs Grub zugestimmt. Weiterlesen

Herzlich laden wir Sie zu unserem Themenabend „Regenerative Energiewende vor Ort“ mit Besichtigung der Biogasanlage in Angelbrechting ein

19. Februar 2020, 18:00 Uhr
Hofladen „Hansn-Hof“, Dorfstraße 17, Angelbrechting.

Nach der Besichtigung finden wir uns zur gemütlichen Diskussion im Gasthof Ascherl ein.

 

Vergangenen Mittwoch wurde das Gutachten im Umweltausschuss des Kreistages vorgestellt, was eine mögliche „Zonierung“ des Landschaftsschutzgebiets Ebersberger Forst für 5 geplante Windräder als Untersuchungsziel hatte. Dieser partiellen Aushebelung des Landschaftsschutzstatus erteilte der Gutachter eine klare Absage, da der Forst ein sehr homogenes Waldgebiet mit einem weit verbreiteten Artenreichtum ist. Einzelne Stellen an denen man Gebiete aus dem Gesamtschutzstatus mit der „Zonierung“ herauslösen könnte, um den Bau der 5 Windräder zu ermöglichen, sieht das Gutachten nicht. Weiterlesen

In der Gemeinderatssitzung am 11. April wurde die überarbeitete Poinger Förderrichtlinie zur rationellen Energienutzung einstimmig beschlossen. Für die seit dem Jahr 1997 bestehende Förderrichtlinie werden jährlich von der Gemeinde Mittel bereitgestellt um zum Beispiel wärmetechnische Sanierungen von Altbauten finanziell zu fördern. Ein wichtiger kommunaler Anreiz und Beitrag für sinnvolle Klimaschutzmaßnahmen.

Hauptunterschied zur vorigen Version der Förderrichtlinie, neben redaktionellen Aktualisierungen sind die sprachliche Vereinfachung und die jetzt mögliche Förderung von Einzelmaßnahmen:

  • Nachträgliche Wärmedämmung

  • Austausch der Fenster

  • Heizungserneuerung

  • Solarthermische Anlagen

  • Vor-Ort Energiesparberatungen

Die gesamte Förderrichtlinie und einen entsprechenden Antrag finden Sie unter https://www.poing.de/bauen-umwelt/energie-klima/foerderrichtlinie.html

Neben finanzieller Förderung sind natürliche der Austausch und Information über den Energie- und Umweltbeirat der Gemeinde Poing eine weitere wichtige Säule dieser kommunalen Aufgabe. Kostenlose Energieberatung vor Ort, Info und Aktionstage wie etwa bei den Markttagen etc. sind zum Beispiel weitere Bausteine.

Natürlich gibt es darüber hinaus noch viele weitere Projekte und klimapolitische Bestrebungen. Ob allerdings der große Wurf gelingt und das vom Landkreis Ebersberg gesetzte Ziel bis zum Jahr 2030 landkreisweit frei von fossilen Energieträgern zu sein, halten wir von der FWG für sehr fraglich.

Genau um diese Fragen zu erörtern haben wir die Verwaltung gebeten bei einer der nächsten Gemeinderatsitzungen einen Tagesordnungspunkt „Statusbericht zur Energiewende 2030 / Meilensteinprogramm des Landkreises“ aufzunehmen. Bei diesem außerordentlich wichtigen Themenkomplex wäre aus unserer Sicht ein umfassendes Update zur aktuellen Situation der Energiewende 2030 persönlich durch den Geschäftsführer der Energieagentur Herrn Gröbmayr wünschenswert.

Auf der Homepage der Energieagentur Ebersberg finden sich viele Termine zu „Fachgesprächen Energiewende“ in Aßling, Forstinning, Glonn, Aying etc.. Die zweitgrößte Gemeinde im Landkreis Poing wird hier von der Energieagentur sichtlich vernachlässigt. Aufgrund dieses Informationsdefizits und fehlendem Anschub bleiben in Poing sicherlich viele Potentiale unentdeckt und unentwickelt.

Der Landkreis hat sich 2006 zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2030 frei von fossilen Energieträgern zu sein. 2017 wurde hierzu ein „Meilensteinplan“ zur Erreichung der Ziele präsentiert.

Viele Bausteine des Klimaschutzkonzeptes des Landkreis Ebersberg sind aus unserer Sicht sehr gut, deren Planungen ambitioniert, die schnelle Umsetzung scheitert indes oft an der Trägheit des Systems (Genehmigungsverfahren, kommunale Entscheidungsverfahren etc.)
Die von der Staatsregierung 2014 eingeführte 10-H-Regelung hat zudem die gesamte Konzentrationsflächenplanung für Windkraft über den Haufen geworfen.

Zentraler Punkt der Planung des Meilensteinprogramms ist aber genau dieser Ausbau der Windenergie von heute 1 auf 33 benötigte Windräder um das gesteckte Ziel zu erreichen!
Dies halten wir bei jetzigem Planungsstand für völlig illusorisch.

Im Ebersberger Forst spricht man bisher nur von 5 Windrädern. Die Realisierung kann nur erreicht werden, wenn der Schutzstatus des Gesamtgebietes Ebersberger Forst (Landschaftsschutzgebiet, Wasserschutzgebiet und Bannwald) per „Zonierung“ untergraben wird. Wie schon beim Windrad in Hamberg (vorgezogene Baugenehmigung, nachträgliche Klageabweisung) versucht man wieder auf rechtlichen Schleichwegen zum Ziel zu kommen.

Dass der beschrittene Weg der Energiewende schnell weitergeführt werden muss ist unstrittig. Am Ziel bis 2030 autark zu sein festzuhalten, die 5 Windräder im Forst als akzeptablen und kleinen Eingriff zu deklarieren und ansonsten keinen einzigen weiteren Standort für Windkraft im Landkreis zu benennen hat mit seriöser Umweltpolitik aber nichts zu tun.

Es gibt aktuell keinen einzigen anderen geplanten Standort für Windräder. Wo sollen denn die weiteren 27 Windräder hin, die bereits in 12 Jahren benötigt werden? „Weiterzonieren“ und rein in den Forst und das auch für Poing wichtige Schutzgebiet und den Erholungsraum zerstören?

Deshalb von der FWG Poing ein klares „Hände weg vom Forst !“ und Neujustierung der klimapolitischen Ziele :

– Das Durchführbare durch Einsparpotentiale, konsequente Umsetzung der Potentiale aus dem Solarkataster, Ausbau der E-Mobilität etc. stärken

– Regionale Zielsetzungen neu definieren

– Druck auf die Politik zur konsequenten Umsetzung einer deutschlandweiten Energiewende erhöhen. Hierzu zählen z. Bsp. gezielte und geförderte Weiterentwicklung von Speichertechnologien wie Power-to-Gas und Druckluftspeicher um die jetzt schon deutschlandweit teilweise vorhandene Überproduktion von Wind- und Solarenergie sinnvoll zu nutzen.

Für die FWG-Gemeinderatsfraktion
Manfred Vodermeier
Fraktionssprecher
manfred.vodermeier@fwg-poing.de