Liebe Poingerinnen und Poinger,

in der letzten Gemeinderatssitzung wurde unser Antrag zur Verbesserung des inner- und überörtlichen Radverkehrs einstimmig angenommen. Des Weiteren wurde von Hr. Bergmann (Planungsgesellschaft „Stand-Land-Verkehr“) das Radverkehrskonzept für Poing vorgestellt und die Schwachstellen für Radfahrende in Poing aufgezeigt und klassifiziert. Dabei wurden auch die für uns wichtigen Themen wie z. B. Querungshilfen in Angelbrechting und Poing-Süd identifiziert. Auf Basis dieser Daten sollen nun, wie auch in unserem Antrag dargestellt, sukzessive Verbesserungen definiert und zeitlich priorisiert werden. Wir erwarten dazu den „Startschuss“ in einer der nächsten Sitzungen.

Im Übrigen waren wir sehr überrascht von der geplanten neuen Beschilderung am Bergfeldpark: dass hier Radfahrer auf einmal auf den Wegen ernsthaft Schrittgeschwindigkeit fahren müssen ist fern von jeder Realität und widerspricht auch den vorgestellten planerischen Zielen und der Meinung vom Fachplaner Andreas Bergmann. Nachdem auch unser Bürgermeister den Ursprung dieser neuen Beschilderung nicht zweifelsfrei erklären konnte, kann es sich eigentlich nur um eine überzogene Auslegung von Vorschriften ohne Absprache handeln. Schließlich ist das Miteinander von Fußgänger und Radlfahrer seit fast 30 Jahren hier problemlos; Klärung folgt hoffentlich demnächst in diesem Blatt.

Viel diskutiert wurde auch über den Nutzen von Luftreinigungsanlagen, um das Risiko einer Corona-Infektion in Schulen und Kitas zu minimieren. Nachdem u. a. alle drei Poinger Schulleiterinnen schriftlich bestätigen, dass sie mit dem manuellen Lüften zurechtkommen, halten wir die Beschaffung von Filteranlagen für alle Zimmer, immerhin eine Investition von bis zu 750.000 EUR, für falsch.

Wir danken hier insbesondere der Leiterin des technischen Bauamts Frau Gnädig für ihre sehr fundierte Ausarbeitung und Darstellung im Gemeinderat. Wir sind auch überzeugt, dass unser Bürgermeister Thomas Stark äußerst fürsorglich und kompetent mit den weiteren Auswirkungen der Pandemie umgeht. Deswegen haben wir auch guten Gewissens dem Vorschlag von Fr. Gnädig zugestimmt. Dadurch kann die Gemeinde in Eigenverantwortung gezielt Geräte für Räume in Kitas und Schulen beschaffen, die nur unzureichend gelüftet werden können. Danke aber auch an Bärbel Kellendorfer-Schmid und Peter Maier für die Initiative, die Diskussion in den Gemeinderat zu bringen.