Liebe Poingerinnen und Poinger,

in der vergangenen Woche haben wir im Gemeinderat den Poinger Haushalt für das Jahr 2021 sowie die Finanzplanung bis 2024 einstimmig verabschiedet.

Wir unterstützen hier ausdrücklich die seriöse und verantwortungsvolle Ausrichtung unseres Ersten Bürgermeisters Thomas Stark und des Gemeindekämmerers Holger Schmidt, die die Haushaltsplanung in der jetzigen Corona-Pandemie als „auf Sicht fahren“ bezeichnet haben:

  • Im neuen Haushaltsjahr müssen keine neuen Schulden aufgenommen werden

  • Knapp 1 Mio. EUR Schulden werden getilgt; der geplante Schuldenstand Ende 2021 beträgt dann aber immer noch 23,3 Mio. EUR und damit im Schnitt ca. 1.400 EUR je Einwohner

  • Trotzdem sind alle in 2021 geplanten Investitionen durch den Haushalt gedeckt

  • Die zur Verfügung stehenden Mittel sollten aus unserer Sicht auch zum Werterhalt der gemeindeeigenen Infrastruktur, wie etwa Gebäude und Straßen, verwendet werden.

Die in der Presse oftmals als „Lottogewinn“ bezeichnete einmalige Gewerbesteuer-Nachzahlung in diesem Jahr ist sicherlich ein Glücksfall für die Gemeinde – aber man muss auch Folgeeffekte wie die daraus entstehende zusätzliche Kreisumlage 2021 in Höhe von ca. 11,5 Mio. EUR berücksichtigen, die dann „netto“ einen wesentlich kleineren Betrag aus dieser Nachzahlung für die Gemeindekasse ergibt. Und: Leider sind durch die aktuelle Ausnahmesituation auch deutliche Rückgänge in der Einkommens- und Gewerbesteuer zu erwarten und wir müssen auf der Gemeindeseite die Entwicklung der Rücklagen im Auge behalten, um finanziell nicht zu sehr an Substanz zu verlieren.

Neben diesen „harten“ finanziellen Erfordernissen haben wir im Gemeinderat betont, dass gerade in dieser Zeit das ehrenamtliche Engagement und die Arbeit der Vereine und Verbände in allen Bereichen, sei es Kultur, Musik, Brauchtum, Sport oder Soziales, weiter unterstützt werden muss – sie sind der „soziale Kitt“ bei uns in Poing! Vielen Dank, dass Sie und Ihr weiter für uns alle da seid.

Den zweiten wichtigen Punkt für die nächsten Jahre sehen wir beim Unterhalt und der Durchführung notwendiger Investitionen bei den kommunalen Bauten zur Sicherung der Nutzung und des Werterhalts.

Bedanken möchten wir uns ausdrücklich auch bei allen Gewerbebetrieben, gleich welcher Größe – Ihr Wirken, Wirtschaften und „Durchhalten“ ist für unseren Ort wichtiger denn je. Gerade in der Krise bekommt der Slogan „Kauf‘ und beauftrage lokal!“ eine noch wichtigere Bedeutung.