Die neue Fußgängerunterführung ist da! Ui, ist die… ähm… praktisch. Endlich kann man mit dem Rad von Poing-Süd zum Marktplatz fahren ohne einen Schlenker über die Gruber Straße nehmen oder beim JUZ absteigen zu müssen – Sehr gut! Praktisch eben.

Aber schön? Nein. Objektiv nicht und subjektiv schon gar nicht.

Schon beim „Erstkontakt“ mit den Plänen 2014 konnten wir als „Frischlinge“ im Bauausschuss die brutalistischen Mengen an Beton kaum fassen (siehe Brutalismus, der). „Das wird aber schon noch begrünt, gell?“ fragten wir bei jeder Gelegenheit.

Nein, eine Beton-Skulptur sei es, so der Architekt steinern, und nur in dieser Form nach 25 Jahren Planung umsetzbar. Eine Änderung würde die Planung wieder um Jahre zurück werfen. Zudem ist das „Zusammenwachsen der Ortsteile“ die Herzensangelegenheit des Bürgermeisters und er wolle es unbedingt noch in seiner Amtszeit vollenden. Das hat geklappt. Punktlandung!

So. Jetzt haben wir Mai 2020 – ein neuer Bürgermeister und ein neuer Gemeinderat mit Selbstverpflichtung zum Umweltschutz. Und da liegt nun diese „Skulptur“ wie eine blanke Leinwand aus Beton vor uns…

Auf geht‘s! Starten wir die Challenge #fußgängeruntergrünung! Wie transformieren wir diese „praktische Tristesse“ so effektiv wie möglich zu einem schönen, grünen, freundlichen Zentrum unseres Ortes? Vielleicht könnte man mit ein paar Moos-Graffitis beginnen und dann… Genug Flächen für ein paar Hochbeete und „Vertical Gardening“ sind ja augenscheinlich vorhanden…!

Gute Ideen bitte an die Gemeinderäte Ihres Vertrauens!